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Die Steinsalz-Lagerung bei Schönebeck und Elmen.

Albert, C. v.

Kurzfassung

Die bei Schönebeck und Elmen zu Tage tretenden Gebirgsschichten bestehen aus den Gesteinen der Grauwacke, der Trias, aus tertiären Bildungen und Diluvium, welches letztere die Höhenzüge in der Nähe von Frohse und Salze bildet. Die Grauwacke steht am rechten Elbufer bei Plötzky und Pretzien zu Tage mit einem Streichen, das sich bei dem unregelmässigen und klüftigen Verhalten des Gesteins nur schwierig abnehmen und ungefähr von Norden nach Süden angeben lässt. Das Fallen erscheint bei Plötzky gegen Westen mit 20-30 Grad, bei Pretzien gegen Südwesten mit 60-70 Grad gewandt. Bei Gommern, wo auf grossen Schichtungsflächen kohlige Schieferlager die Abnahme des Fallens und Streichens gestatten, zeigt sich dagegen ein Streichen ungefähr von Osten nach Westen und ein Fallen, das gegen Süden mit 60 bis 70 Grad gerichtet ist. Petrographisch unterscheidet sich diese Grauwacke sehr wesentlich von der bei Magdeburg auftretenden Pflanzen-Grauwacke durch ihr quarziges, fast gefrittetes Aussehen, durch die weisse Farbe und Festigkeit ihrer Gesteine, welche selbst bei längerem Liegen nichts von einer rothen Färbung durch Eisenoxyd wahrnehmen lassen, und endlich durch ihren geringen Gehalt an Petrefakten. Es ist mir nur ein Abdruck eines Crinoidenstieles bekannt geworden. Die Grauwacke erstreckt sich südöstlich über Derenburg hinaus, muthmaasslich auf dem rechten Ufer der Elbe weit hin und Steht nordwestlich ebenso wahrscheinlich in Verbindung mit der Magdeburger Pflanzen-Grauwacke. In der Richtung nach Schönebeck zu ist als nächstes jüngeres Gestein über der Grauwacke die Buntsandsteinformation beobachtet worden, welche in dem Bohrloche bei Plötzky - im Grünewalder Forst - in ihren unteren Schichten 500 Fuss tief durchsunken worden ist.