Original paper

Über die Kreideformation im nordwestlichen Böhmen.

Kunth, A.

Kurzfassung

Man kann annehmen, dass die Kreideformation jener Gegend eine grosse Mulde bilde, welche durch einen flachen Sattel in der Richtung von Südwest nach Nordost in zwei kleine Mulden zerfällt; die Ortschaften Weberschan, Trziblitz, Mileschaa bezeichnen den Verlauf dieses Sattels. Den Conglomeratschichten und Hippuritenkalken von Reuss ist ein gleiches Niveau zuzuweisen, wie den Syenitspaltenausfüllungen im Plauenschen Grunde; sie sind für unteres Cenoman zu halten; sowohl Lagerungsverhältnisse, als auch Versteinerungen machen dies gewiss. Ferner sind die Sandsteine der Umgegend von Laun und Postelberg, welche Reuss und Rominger nach der Gesteinsbeschaffenheit und angeblich auch nach der Lagerung in verschiedene Abtheilungen zu theilen versuchen, als ein Ganzes mit wechselnder petrographischer Beschaffenheit zu betrachten, so dass sich für jene Gegend folgende Aufeinanderfolge der Schichten ergiebt: [...]