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Bericht über eine geologische Reise im südlichen Schweden.

Kunth, A.

Kurzfassung

Im vergangenen Juli habe ich eine geologische Reise im südlichen Schweden gemacht, und ich erlaube mir, Ihnen im Folgenden einige Notizen über die gemachten Beobachtungen zu senden. In Ystad betrat ich das Land und wurde daselbst von einem jungen Geologen, dem Privatdocenten Herrn Dr. Lundgren aus Lund, erwartet. Man verdankt demselben eine Bearbeitung der Versteinerungen im Faxekalk bei Limhamn unweit Malmö, und da sich derselbe überhaupt besonders mit der schwedischen Kreide beschäftigt hat und mit den Lokalitäten auf's Genaueste bekannt ist, so war es für mich von dem grössten Nutzen, dass ich den ersten Theil meiner Reise in seiner Gesellschaft machen konnte. In Ystad selbst besuchten wir zunächst den Herrn Conditor Dalmann, welcher eine reiche Sammlung aus dem Grünsande von Köpinge besitzt, von der er uns auf das Freigebigste mittheilte. Die Austern überwiegen bei Weitem alles Andere; ihnen reihen sich die von Nilsson beschriebenen zahlreichen Pectenspecies an und dann in ziemlich bedeutender Menge die Schalen mehrerer Cirrhipedenarten. Auch die von Nilsson beschriebene riesige Nodosaria war in zahlreichen Stücken vertreten. Die neue Eisenbahn von Ystad nach Stockholm ist für eine geologische Bereisung des Landes und eine Besichtigung der bekannten Fundorte sehr bequem gelegt; denn Köpinge, Andrarum etc. liegen theils unmittelbar, theils höchstens 1 bis 2 Meilen von ihr entfernt. Wir fuhren zunächst bis zu der Station Svenstorp, welche mitten in dem Grünsande von Köpinge liegt.