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Der Ararat, in genetischer Beziehung betrachtet.

Abich

Kurzfassung

Das Doppelsystem des Ararat ist als das östliche Endglied einer von Ost nach West sich erstreckenden Reihe von dicht an einander geschlossenen trachytischen Bergsystemen zu definiren, deren gemeinsame Basis der breiten Abdachung anheimfällt, durch welche der Uebergang von der 4500 par. Fuss über dem Meere liegenden Plateaustufe zwischen Bajazid und dem Alpensee Baluggöll in 6886 par. Fuss Meereshöhe zu der um nahe 2000 Fuss tiefer liegenden Araxes-Ebene vermittelt sein würde. Diese Reihe beginnt westlich mit dem am Rande des Sinah-Plateau aufragenden Parly-dag. An die domförmig abgerundeten Flügel dieses gewaltigen Eruptivsystems von 9910 par. Fuss Meereshöhe schliessen sich gegen Osten der Reihe nach die umfangreichen Gebirgsgruppen des Aslanly-dag, des Sordag und des Pambuk, der mit seiner unteren Bergregion bereits in diejenige des grossen Ararat übergeht. Die genannten, als integrirende Theile der südlichen Gebirgsumwallung der Araxes-Ebene aufzufassenden Bergsysteme sind so zu sagen nach ein und demselben geotektonischen Plane ausgebildet. Allen gemeinsam ist eine gewisse Abgeschlossenheit des Baues, der sich durch den Mangel nach dem Inneren führender Thäler gegen Süden kundgiebt, nach welcher Seite im Allgemeinen eine steilere, kaum halb so breite Abdachung stattfindet wie auf dem Nordabhange. In ein jedes der genannten Systeme dringen von dieser Seite tiefe Thäler. Ist nur ein Thal vorhanden, so endigt es in einen centralen circusartigen Raum, dessen Mitte von mitunter, wie im Sordag, picförmig aufsteigenden pyramidalen Felsmassen eingenommen wird, die mit den, steil nach innen zu absinkenden Thalwänden durch einen schmalen Grat in Verbindung stehen. Diese Felsmassen bestehen theils aus dunkelfarbigem Andesit, theils aus hellen Trachyten. Sie treten mit klastischen Trachytporphyren in Verbindung, die gewissermaassen den innersten Kern des ganzen Bergsystems darstellen.