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Eine Quarzdruse von Olomuczan in Mähren

Rose, Gustav

Kurzfassung

Herr G. Rose legte eine Quarzdruse von Olomuczan in Mähren vor, die ihm Herr Prof. S. Sandberger zur Ansicht gütigst mitgetheilt, und die derselbe schon früher in Leonhard's Jahrbuch von 1867, S. 835 beschrieben hatte. Bei den in Rhomboedern krystallisirten Quarzkrystallen hatte sich durch Verwitterung an der Oberfläche eine dünne Schicht einer weissen erdigen Substanz gebildet, und eine gleiche Umänderung hatte eine die Quarzkrystalle stellenweise bedeckende dicke nierenförmige Masse, die wahrscheinlich Chalcedon gewesen ist, erlitten, Herr Sandberger hatte die erdige Substanz für Opal erklärt, was Dr. Sievers durch eine Analyse bestätigt hatte, da sie nach seiner Untersuchung 98,25 bis 98,66 pCt. Kieselsäure enthält und durch zehnstündiges Digeriren mit concentrirter Kalilauge 32,1 pCt. von ihr aufgelöst wurden. Leider sind keine Versuche über das specifische Gewicht angestellt, so dass dadurch das Verhältniss zu Jenzsch's amorpher Kieselsäure mit hohem specifischen Gewichte und auch zum Tridymit nicht aufgeklärt ist.