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Ueber die Gleichzeitigkeit der Vulkane von Latium und des Menschen und über die paläoethnologischen Funde in der römischen Campagna überhaupt.

Roth, Justus

Kurzfassung

Bekanntlich nimmt man in der Geschichte des vorhistorischen Menschen drei grosse Epochen an: die Steinzeit, die Kupfer- und Broncezeit und die Eisenzeit. Hatte schon Mercati (Metallotheca vaticana 1717), und er zuerst, die geschärften Feuersteine, die man früher als Produkte des Blitzes (lapis fulminis) oder als Iusus naturae bezeichnet hatte, als Waffen des vorhistorischen Menschen erkannt, so hat man später die Steinzeit, je nach der schlechteren oder besseren Bearbeitung und Politur der Geräthe, in die ältere (archäolithische) und neuere (neolithische) getrennt. Die Unterabtheilungen der drei grossen Epochen scheinen mehr den einzelnen Ländern angepasst als für alle gültig zu sein. Demnach sind in dem Folgenden nur die zwei Steinzeiten unterschieden, Kupfer- und Broncezeit nicht getrennt, welcher die Eisenzeit folgt. Aeltere (archäolithische) Steinzeit. Die Spuren und Erzeugnisse des Menschen finden sich, wie bekannt, überall in den Ablagerungen der Quartärflüsse zusammen mit den Resten der damaligen Thiere und Pflanzen. Meist folgten die damaligen Gewässer den heutigen Wasserläufen, aber sie bildeten, da sie stärker waren als die heutigen Gewässer, Absätze in 20-40 Meter Höhe über dem heutigen Rinnsal. Ausserdem liefern die Knochenhöhlen unterhalb ihrer mächtigen Kalkdecke reiche Ausbeute für die Geschichte des vorhistorischen Menschen.