Original paper

Die Liasmulde von Markoldendorf bei Einbeck.

Emerson, K.

Kurzfassung

Schon seit längerer Zeit sind "die Eisensteine am Steinberge bei Markoldendorf" als reicher Fundort für Petrefacten aus dem mittleren Lias bekannt gewesen. Hausmann beschrieb die "Mergeleisensteine" zuerst und rechnete sie als eine "ausgezeichnete untergeordnete Masse" seiner Formation des bunten Mergels zu. "Sie kommen im oberen Theile der Formation und unter solchen Verhältnissen vor, dass es zweifelhaft erscheinen könnte, ob man sie dem bunten Mergel oder vielleicht passender dem Gryphitenkalk zuzuzählen habe." (S. 309.) "Ausser der Haupteisensteinmasse am Steinberge kommen ähnliche, kleinere bei Ameisen und bei Hullersen vor." (S. 298.) Seine Beschreibung des Steinbergs ist in petrographischer Hinsicht, sehr genau. Die ganze Mächtigkeit des Eisensteins mag etwa 5-6 Lachter betragen. Die obere Masse ist besonders körnig (Schichten des Am. centaurus). Im Inneren ist ihre vom beigemengten, erdigen Eisenblau herrührende Farbe ein schmutziges Blaugrau. In der untersten Lage bildet der Eisenstein Massen mit schaliger Absonderung., (S. 298.) (Schichten der Ter. subovoides. Roem.) Folgende Versteinerungen sind daraus genannt, die sich aber meistens nicht mehr mit Sicherheit deuten lassen: Belemnites paxillosus, Ammonites angulatus, capricornus, bipunctatus, Terebratulites lacunosus, bicanaliculatus, vulgaris, Gryphites arcuatus, Lam., Stielstücke von Pentacrinus. In dem Jahrgunge 1828 der von Keferstein herausgegebenen Zeitschrift "Teutschland" (S. 582.) findet sich ein Aufsatz von Fr, Hoffmann, worin dieser die Hausmann'schen Angaben einer scharfen Kritik unterwirft und bei dieser Gelegenheit die Eisensteine bei Markoldendorf zum Lias rechnet, eine Ansicht, die für andere Liasbildungen Norddeutschlands schon früher von Schübler und Keferstein ausgesprochen wurde.