Original paper

Einige Bemerkungen über die geognostische Harte von Oberschlesien, bearbeitet von Herrn Ferdinand Roemer.

Zeuschner

Kurzfassung

Den an Oberschlesien grenzenden Länderstrich von Polen, Krakauer Gebiet und Galizien, oder die Gegend zwischen Wielun und Zywiec hat Herr Roemer zur Vervollständigung der Karte von Oberschlesien beigefügt. Diese Bemerkungen beziehen sich nur auf einen kleinen Theil von Polen, zwischen Wielun und Olkusz, den ich seit einigen Jahren specieller zu untersuchen Gelegenheit hatte. Die Entwickelung der Juraformation fasse ich anders auf als Herr Roemer, worauf ich früher schon aufmerksam gemacht. Die meiste Schwierigkeit bietet die richtige Eintheilung des Braunen Jura oder Dogger. Besondere Verhältnisse haben dieses verursacht. Die einzelnen Gruppen sondern sich zum Theil und verschwimmen unter einander, und die Eintheilungen von England, Frankreich, der Schweiz und Deutschland lassen sich nicht auf den polnischen Jura übertragen. Von Lias findet sich in Polen keine Spur, nur im Tatra-Gebirge ist diese Schicht mächtig abgesetzt; Schichten des Braunen Jura, und zwar die obere Etage des Inferior Oolite, hat sich zum grössten Theil auf blutrothen Keuperthon niedergeschlagen als grauer Thon oder Mergel mit untergeordneten Lagern von thonigem Sphärosiderit. Darauf folgen die braunen Niederschläge, die in drei Gruppen zerfallen und durch besondere Faunen charakterisirt sind. Folgende Glieder setzen den Braunen Jura in Polen zusammen.