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Über einen Aufschluss bei Braunschweig

Ottmer

Kurzfassung

Nachdem die Erdarbeiten an der Bahn Braunschweig-Helmstedt in der näheren Umgebung unserer Stadt inzwischen soweit vorgeschritten sind, dass wesentlich Neues nicht mehr zu erwarten ist, erlaube ich mir Ihnen eine kurze Mittheilung über einen durch jene Arbeiten entstandenen Aufschlusspunkt zu machen. In dem Ihnen aus einem Briefe des Herrn Brauns (diese Zeitschr. XXI., S. 700) bekannten Einschnitte unterhalb der Mückenburg gelangt man, von Braunschweig kommend, ehe man die Thone mit Am. Parkinsoni erreicht, zu einer Reihe von Thonen von wesentlich anderer Beschaffenheit als jene. Dieselben, auf einer Strecke von 40 Ruthen aufgeschlossen, fallen nach West unter diluvialen Thonen und Sanden ein, sind oben hellgrau und führen hier häufig Kalkconcretionen, die eine, wenn auch nur geringe, schalige Absonderung zeigen, wie meist von einer anstehend bisher unbekannten Serpula-Art durchzogen werden. Nach unten werden die Thone dunkler, bleiben aber, wenn auch die Concretionen verschwinden, kalkhaltig, wodurch eine gewisse Magerkeit bedingt wird, welche sie auch petrographisch leicht von den nun folgenden fetten, dunkelblauen Thonen mit Am. Parkinsoni, an die sie sich anlehnen, unterscheiden lässt. Die von anderen Localitäten schon bekannten, in diesen Thonen beobachteten und sicher bestimmbaren Petrefacten sind: [...]