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Ueber den Meteorstein von Chantonnay.

Rammelsberg, C.

Kurzfassung

Dieser zur Abtheilung der Chondrite gehörige Meteorit ist bekanntlich, was seine Silicate betrifft, von Berzelius untersucht worden. Reichenbach hat indessen, nach seiner Kenntniss der äusseren Beschaffenheit dieses Steins, welche mit der von Berzelius angegebenen durchaus nicht übereinstimme, die Vermuthung ausgesprochen, der Letztere habe unter diesem Namen einen anderen Meteoriten in Händen gehabt. Im Besitz von Bruchstücken des Steins von Chantonnay, welche ich Herrn Shepard verdanke, habe ich es für wünschenswerth gehalten, die Analyse zu wiederholen, und sie auch auf das Nickeleisen, Schwefeleisen und Chromeisenerz auszudehnen. Das Ansehen der Fragmente entspricht ganz der Beschreibung, welche Partsch gegeben hat. Bemerkenswerth ist die ansehnliche Härte; das Nickeleisen ist in so kleinen Partieen vorhanden, dass sich die Stücke bequem pulvern lassen. Ein Theil diente ausschliesslich zur Bestimmung des Schwefels (2,24 pCt.). Ein grösserer Theil wurde mit Quecksilberchloridlösung in der Wärme behandelt, wodurch Eisen, Nickel und wenig Magnesia ausgezogen wurden. Der Rest wurde zur Zerlegung des Olivins mit Chlorwasserstoffsäure erhitzt, und der unzersetzte Theil nach Entfernung der freien Kieselsäure, in bekannter Art untersucht. Auf diese Art ergaben sich: [...]