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Kalkstein von Vogtsburg

Knop

Kurzfassung

Auf meiner Pfingstexcursion, die ich mit meinen Zuhörern nach dem Kaiserstuhl zu richten pflege, hatte ich das Glück, neue Anbrüche in dem Perowskit führenden Kalkstein von Vogtsburg (zwischen Vogtsburg und Oberbergen) anzutreffen. Durch Aufbereitung des Rohmaterials habe ich eine Ausbeute von etwa 1 Kilogr. gewonnen, und erlaube ich mir, Ihnen anbei eine Probe davon zu übersenden. Er ist bekanntlich von Seneca mit gutem Resultat untersucht worden... Auch Pyrochlor findet sich bekanntlich in einer Region desselben Kalksteins bei Scheelingen. Seit längerer Zeit habe ich mich mit der analytischen Untersuchung dieses Minerals abgegeben und glaube bezüglich seiner Zusammensetzung in der letzten Zeit zu einem einfachen und befriedigenden Resultat gelangt zu sein. Es existirt bereits eine Analyse von C. Bromeis (Handwörterbuch der Chemie, Bd. VI.), welche hier neben der meinigen steht. [...](In Folge vorstehender interessanter Mittheilung habe ich den Herrn Verf. wegen des Fehlens der Titansäure, die ein wesentlicher Bestandtheil aller übrigen Pyrochlore ist, befragt. Er hat jetzt die Güte gehabt, mir soviel Material zu schicken, dass ich auch meinerseits die nöthigen Versuche in dieser Beziehung anstellen kann, über deren Resultat ich seiner Zeit berichten werde. Rammelsberg.)