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Über lose Quarzkrystalle

Groth

Kurzfassung

Herr Groth legt über lose Quarzkryetalle, an beiden Enden sehr regelmässig ausgebildet, vor, welche von Herrn Bergmeister Hüser in Brilon (Westfalen) an die Sammlung der Königl. Bergakademie eingesandt worden sind. Der Uebersender theilt mit, dass die Art des Vorkommens dieser Krystalle, welche in der dortigen Gegend unter dem Namen ,Donnerkeile" bekannt und auch in Sammlungen verbreitet sind, bisher nicht näher bekannt war. Sie finden sich beim Dorfe Rathlinghausen, zwei Stunden östlich von Brilon, wo auf dem sogenannten Massenkalk (Stringocephalenkalk) Kreidesandstein aufliegt, der von einem 10 Lachter mächtigen Gange durchsetzt wird, der in Bezug auf seine Erstreckung (50 Lachter) und sein Streichen (N-S) grosse Analogie mit den Briloner Galmei- und Bleierz - Lagerstätten zeigt. Seine Ausfüllung besteht aus Letten, in welchem die fraglichen Quarzkrystalle lose inneliegen, grösseren quarzigen Massen mit ausgebildeten Amethystzwillingen, Eisenkiesel und Rotheisenstein. Derselbe legt einen Krystall von Kobaltglanz von Skutterut vor (s. Fig.), welcher ausser den bereits bekannten Flächen des Würfels = H, des Pyritoëders infinity sign O2/2 = P und des Octaëders = O noch diejenigen des Pyramidenoctaëders 2 O = X und des Rhombendodekaëders = D, und zwar in sehr unsymmetrischer Ausbildung, zeigt. Die beiden letztgenannten Formen sind beim Kobaltglanz bisher nicht gefunden worden, während sie bei dem isomorphen Eisenkies, aber auch nur als seltenere, bekannt sind.