Original paper

Ueber die grossen Eisenmassen von Grönland.

Rammelsbebg, C.

Kurzfassung

Schon Krantz hat im ersten Theile seiner Arbeit über Grönland einige Notizen mineralogischen Inhalts gegeben, woraus hervorgeht, dass das Steinkohlenlager auf Disko bereits damals (1765) bekannt war. Einige Jahre später sammelte Brasen auf einer Reise eine Anzahl grönländischer Mineralien. Von 1806-13 machte C. Giesecke ausgedehnte mineralogische Reisen an den Küsten Grönlands; er selbst hat darüber wenig bekannt gemacht, doch befinden sich seine sorgfältig geführten Tagebücher in Kopenhagen, und die von ihm gesammelten Schätze beweisen, dass er mit wissenschaftlichem Geist und guten Kenntnissen gesammelt hat. Rink, welcher sich vier Jahre (1848-51) in Nord-Grönland aufhielt, brachte aus der Basaltregion Mineralien und Fossilien heim, während die schönen miocänen Versteinerungen von Atanekerdluk von Jens Nielsen entdeckt und bei Gelegenheit der Inglefield'schen Expedition 1854 von Colomb und Olrik gesammelt wurden. Die Wichtigkeit dieses Fundes trat durch Heer's Flora fossilis arctica 1868 erst hervor, in welcher die Pflanzenreste von dort, so wie die auf den Reisen Franklin's im nördlichsten Amerika, die von Steenstrup auf Island, und die von den schwedischen Polar-Expeditionen auf Spitzbergen gesammelten fossilen Pflanzen beschrieben sind. A. Nordenskiöld, welcher an den letztgenannten in den Jahren 1858 und 1868 lebhaften Antheil genommen hatte, machte sich auch die Erforschung der grönländischen fossilen Fauna zur Hauptaufgabe, als er auf der Brigg Hvalfisken, Capitain Sejstrup, am 15. Mai 1870 Kopenhagen verliess und am 2. Juli bei Godhavn den grönländischen Boden betrat. Seine geognostische Reise begann am 1. August und schloss am 23. September, indem er sich in Egedesminde auf der Brigg Tjalfe einschiffte, Helsingör jedoch erst am 2. November erreichte. Grönlands Basalt- oder Trappformation erstreckt sich nördlich vom 69. Breitengrade wahrscheinlich quer durch das ganze Land. Es ist sogar möglich, dass sie ostwärts untermeerisch nach Island, und von hier theils nach Jan Mayen und Spitzbergen, theils mehr südlich nach den Faröern, Hebriden etc. fortsetzt.