Original paper

Über einige für die Paläontologie wichtige, neu aufgefundene Thiere im British Museum zu London.

Roemer, F.

Kurzfassung

Dahin gehört zunächst Pentacrinus Wyville-Thomsoni, der bei der Expedition des Schiffes Porcupine an der Küste von Portugal in 4800 Fuss Tiefe gefunden wurde. Die beiden anderen Arten der Jetztwelt (Pent. Medusae und Pent. Mülleri) gehören bekanntlich dem westindischen Meere an. Diese Entdeckung einer europäischen Pentacrinus-Art, sowie die vor einigen Jahren erfolgte des Rhizocrinus lofotensis Sars an der Küste von Norwegen machen das Vorhandensein noch anderer gestielter Crinoïden in den grösseren Meerestiefen wahrscheinlich. Es gehört ferner dahin die Auffindung von zwei Fischarten in den Flüssen Süd-Australiens, in welchen der ausgezeichnete Kenner der lebenden Fische, Dr. A. Günther, lebende Repräsentanten der bisher nur in der Trias- und Juraformation fossil bekannten Gattung Ceratodus erkannt hat. Die Zähne der lebenden australischen Arten stimmen sowohl in der äusseren Form, als auch in der mikroskopischen Structur mit den bekannten fossilen Zähnen aus der Lettenkohlengruppe in Württemberg überein. An diese Mittheilung knüpfte sich eine Discussion über die Frage, ob die Lettenkohle marine oder Süsswasser-Ablagerung sei, an welcher sich die Herren Beyrich, Fraas und v. Seebach betheiligten.