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Ueber einige Mineralien, welche auf den Galmei-Lagerstätten des Nador (Provinz Constantine) miteinbrechen.

Flajolot

Kurzfassung

Einige Kilometer südlich vom Djebel Nador, einer auf dem rechten Ufer der Seybouse gelegenen Berggruppe, in geringer Entfernung von der Biegung, die dieser Fluss bei dem Dorf Duvivier macht, treten Galmeilagerstätten auf, deren Masse bedeutend ist und in denen das kohlensaure Zink mit verschiedenen Mineralsubstanzen zusammen vorkommt, deren Beschreibung und chemische Zusammensetzung ich hier mittheilen will. Die in Betracht kommenden Lagerstätten bilden zwei Gruppen, welche, nur 3 Kilometer entfernt von einander, als liegende Stöcke im Kalkstein und den mitvorkommenden Mergeln der Abtheilung des Nummulitenkalks auftreten. Trotz dieser Aehnlichkeit und Analogie der geologischen Lagerung unterscheiden sich beide Gruppen wesentlich durch die physikalischen Charaktere der einbrechenden Erze und die Verschiedenheiten der dem Galmei beigemischten Mineralien. Lager von Hammam-Nbaël. Die Lagerstätte, welche ich als die bedeutendste bezeichne, bildet ein Felsenriff, das die Araber mit dem Namen Kef el-akhal (schwarzer Fels) bezeichnen und wo sie vormals Bleierze gewonnen haben, aus denen sie Metall zu Flintenkugeln darstellten. Dieses Erzlager wurde 1845 von den Herren Fournet und Debocq besucht, aber zu ernstlichen Untersuchungen ist es nicht gekommen, weil das Blei nur in geringer Menge vorkommt. Das Zink und das Antimon sind unerkannt geblieben, bis ich deren Gegenwart constatirt habe; zur Zeit sind diese Erzlagerstätten zur Concession beantragt, und zwar namentlich von der Gesellschaft des Altenbergs. Nadorit. Die bleihaltige Masse, welche vormals von den Arabern herausgekratzt und zu Kugeln verarbeitet wurde, bildet Adern und Drusen von gelber und grauer Farbe im braunen Galmei. Es ist mir gelungen, im vergangenen Jahre Drusen mit unzersetzten deutlichen Krystallen zu finden, welche mir gestattet haben, die physikalischen Eigenschaften und die chemische Zusammensetzung dieser Mineralien festzustellen, von welchen das eine, für welches ich den Namen ,Nadorit" in Vorschlag bringe, eine neue interessante Mineralgattung bildet; es ist dies ein Oxychlorür von Blei und Antimon.