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Untersilurische Petrefakten aus Thüringen.

Richter, R.

Kurzfassung

Die Gesteine Thüringens, welche das Liegende der graptolithenführenden Kiesel- und Alaunschiefer und das Hangende der graugrünen Phykodesschichten ausmachen, sind um eben dieser Lagerung willen in der Erläuterung zu der geologischen Karte des thüringischen Schiefergebirges (siehe diese Zeitschr. Bd. XXI. S. 360) als untersilurische angesprochen worden. Die wenigen bis dahin bekannt gewordenen Petrefakten befanden sich in einem so ungünstigen Erhaltungszustande, dass sie für eine paläontologische Feststellung des relativen Alters der in Frage stehenden Sedimente nur höchst unzureichende Anhaltspunkte darboten, und nur erst neuerdings sind diesen Schichten angehörige Versteinerungen nicht blos in grösserer Anzahl, sondern auch in einem Erhaltungszustande gefunden worden, der eine specifische Bestimmung und zugleich eine Vergleichung mit den Fossilen nichtthüringischer Gesteine von paläozoischem Alter gestattet. Ganz besonders gilt dieses von den Trilobiten, von denen Herr Bergrath v. Uttenhoven in Sonneberg vorzügliche Exemplare in seiner Sammlung vereinigt und dieselben mit dankenswerthester Zuvorkommenheit zu untersuchen und zu veröffentlichen gestattet hat. Soweit bisher diese untersilurischen Schichten haben untersucht werden können, gliedern sich dieselben in drei, an fast allen Aufschlusspunkten wohl unterscheidbare Etagen. Die unterste Abtheilung ist jene der Griffelschiefer, die diesen Namen sowohl ihrer charakteristischen prismatischen Absonderung, als auch ihrer Verwendung zu Schreibgriffeln verdanken.