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Ueber den Staurolith und seine Beziehungen zum Andalusit und Topas.

Rammelsbebg, C.

Kurzfassung

I. Andalusit (Sillimanit).Herrschend drei zusammengehörige Paare: p = a : b : infinity sign c; q = b : c : infinity sign a; r = a : c : infinity sign b und das zweifach stumpfere p2 = a : 2b : infinity sign c. Nach Des Cloizeaux ist p : p an a = 90° 48' q : q an c = 109° 50' r : r an c = 109° 4', woraus a : b : c = 0,986 : 1 : 0,702 folgt. Für p2 ist a = 0,493, und p2 : p2 an a = 127° 30'. Am Sillimanit findet sich dasselbe verticale Prisma p, p : p = 91° 45' Des Cloizeaux, also a : b = 0,970 : 1. Ausserdem noch 3/2 p = 3 a : 2 b : infinity sign c, 3/2 p : 3/2 p an a = 69° 0'. Die Spaltungsrichtungen sind beim Andalusit vorzugsweise p, beim Sillimanit b. Das V. G. ist beim Andalusit (Brasilien) = 3,16, beim Sillimanit = 3,23. Bei beiden ist die Ebene der optischen Axen = ac, die Mittellinie = c ist beim Andalusit negativ, beim Sillimanit positiv. In chemischer Beziehung stimmen viele Analysen beider überein und ergeben Al : Si = 1 : 1, also ein Drittelsilikat, Al Si O5 welches 36,9 Si O2 und 63,1 Al O3 verlangt. Diese Zusammensetzung haben der Andalusit von Brasilien, Herzogau, Fahlun, Kalvola, Meissen, Bräunsdorf, Wunsiedel, Langtaufers, Krumbach, Connemara, Juschakowa; der Chiastolith von Bona und Nertschinsk; der Sillimanit von Chester (nach Silliman, Staaf und Connell), sowie der sogenannte Fibrolith aus Ostindien, von Delaware, Brioude und Morbihan.