Original paper

Über eine Druse mit Fahlerzkrystallen

Sadebeck, Alexander

Kurzfassung

Herr Sadebeck legt über eine Druse mit Fahlerzkrystallen vor, welche das mineralogische Museum von dem Mineralienhändler Herrn Pech erworben hat und welche von Müsen stammen soll. An dieser Druse zeigt ein Krystall eine noch nicht beobachtete Zwillingsbildung, nämlich zwei mit einer Octaëderfläche aneinandergewachsene Individuen. Die Krystalle haben als Hauptform das Dodekaëder, dessen Flächen matt und punktirt sind. Die Kanten in den abwechselnden Octanten sind abgestumpft durch Flächen (a : a: 1/2 a), und diese wieder sind die Abstumpfungen der Flächen des Würfels und eines sehr flachen Pyramidentetraëders, dessen Flächen parallel den Kanten mit (a : a : 1/2 a) gestreift sind. Die vier anderen dreikantigen Dodekaëderecken zeigen keine Abstumpfungen. Bei dem Zwilling kommt nun ähnlich wie bei der Blende neben der abgestumpften Dodekaëderkante die nicht abgestumpfte zu liegen. Interessant scheint dem Vortragenden auch der Umstand zu sein, dass die Krystalle im Inneren einen Kern von Kupferkies haben.