Original paper

Probestücke von über Diabas-Contactgesteinen

Kayser, Emanuel

Kurzfassung

Herr Kayser legte Probestücke von über Diabas-Contactgesteinen vor, welche derselbe von verschiedenen Punkten des rheinischen Schiefergebirges, aus der Gegend von Weilburg, Dillenburg, Gladenbach, Biedenkopf etc. mitgebracht. Unter diesen Gesteinen lassen sich ganz ebenso wie unter den Harzer Diabas-Contactgebilden zwei Abtheilungen unterscheiden: 1) Harte Felsitgesteine von flint- bis kieselschieferartigem Ansehen, in extremer Ausbildung fast rein weiss, an den Kanten durchscheinend und mit ausgezeichnet muschligem Bruch, uud 2) wenig gehärtete, schiefrig-flasrige Gesteine, mit mehr oder weniger individualisirter Grundmasse, häufig sich zu sog. Spilositen (Zincken) oder Fleckschiefern entwickelnd, die denen des Harzes durchaus gleichen. Beide Abtheilungen sind durch allmälige Mittelstufen untereinander verbunden. Wie die Harzer, so zeichnen sich auch die rheinischen Gesteine durch einen oft sehr beträchtlichen Natrongehalt aus. So ergab ein jaspisähnliches Gestein von Herborn fast 9 pCt. Natron. Es spielt somit auch hier Albitsubstanz eine wichtige Rolle, und der Schluss, dass dieselbe eine durchgehende Eigentümlichkeit der Diabas-Contactgesteine bilde, scheint nicht ungerechtfertigt zu sein.