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Über Resultate seiner im Sommer 1871 an der Selke abwärts Mägdesprung ausgeführten geognostischen Kartenaufnahmen

Lossen

Kurzfassung

1) dass die graptolithenführenden Thonschiefer des Schiebecksthals und Klausbergs über den Schichten liegen, in welchen die bekannten Harzgeroder Kalke des Schneckenbergs und Schernstiegs mit der von F. A. Roemer und Giebel beschriebenen Fauna eingelagert sind, zum Hangenden aber den ,Hauptquarzit" haben, welche Schichten alle den liegenden (Wieder) Schiefern auf der zweit-untersten Stufe (2) des älteren hercynischen Schiefergebirges angehören (siehe diese Zeitschr. Bd. XXI., S. 284); 2) dass die Schichten der Tanner Grauwacke und der Wieder Schiefer, im Einzelnen zickzackförmig im Streichen und häufig auch zugleich im Fallen in Art eines Korkziehers hin- und her- und auf- und niedergebogen, in ihrer Gesammtheit einen grossen Bogen um das Granitmassiv des Rambergs beschreiben, der sich von Friedrichsbrunn über Güntersberge, Siptenfelde, Harzgerode, Mägdesprung nach Gernrode hinzieht, und auf der Ostseite auch von den hangenderen Schichten, dem Hauptkieselschiefer, dem Zorger Schiefer und der Elbingeroder Grauwacke von der Selkemühle über den Grossen Silberstein-Teich nach Rieder beschrieben wird, dass die Schichtenstellung in diesem Bogen entsprechend dem Relief des Ramberges nach Westen und Südwesten eine flache, breite, nach Osten und Südosten dagegen eine steilere, gedrängtere sei, dass sonach der Granit, eindringend in die bereits auf gerichteten Schichten, solchergestalt dieselben über sich her-, unter sich hinein- und bei Seite geschoben habe, dass sie ihre jetzige Lage einnehmen.