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Vorlage neuer Analysen von Vesuvlaven

Justus, Roth

Kurzfassung

Derselbe wies gelegentlich der Vorlage neuer Analysen von Vesuvlaven auf die folgenden Thatsachen bin. Die grosse Zahl der Analysen von Vesuv- und Aetnalaven zeigt bekanntlich eine bemerkenswerthe chemische Uebereinstimmung der einzelnen Ergüsse aus den verschiedensten Zeiten, wie sie bei Untersuchung grösserer Reihen wohl auch bei anderen thätigen Vulkanen hervortreten würde. Beschäftigt mit ähnlichen Beobachtungen hebt Redner hervor, dass die mittlere Zusammensetzung der Laven des Vesuv und Aetna bis auf die Alkalien eine merkwürdige Uebereinstimmung zeigt. Das Mittel aus 30 Vesuvlaven und 18 Aetnalaven ergiebt folgende Zahlen und Grenzwerthe: Leucitophyr: Vesuvlava: Si 48-49 Al 19-20 Fe u. Fe 8-12 Mg 2-4 Ca 8-9 Na 2-3 K 5-8 (Grenzwerthe): (44,9-50) (16-23) (1,5-6) (7-11) (1,5-5) (3-9) Dolerit: Aetnalava: 49-50 18-20 9-12 3-4 9-10 3,5 1-2 (Grenzwerthe): (47-51) (15-22) (2,5-5,4) (5,5-11,6) (2,25-4,0) (0,5-2,2) die chemischen Unterschiede der beiden Laven liegen nur in dem Gehalte an Alkalien: Leucitophyr 7-11 pCt. Alkali, Dolerit 4,5-5,5 pCt. Alkali und in dem überwiegenden Kaligehalt des Leucitophyrs. Leucit, Sanidin und Nephelin stehen dem Labrador gegenüber, der auch den etwas grösseren Natron- und Kalkgehalt des Dolerites bedingt.