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Ueber die gegenseitigen Beziehungen und die chemische Natur der Arsen- und Schwefelarsenmetalle im Mineralreich

Rammelsberg, C.

Kurzfassung

Die in der Natur vorkommenden Verbindungen des Arsens und Antimons mit Eisen, Nickel und Kobalt, d. h. die mit dem Namen Arsenikeisen, Roth- und Weissnickelkies, Speiskobalt, Antimonnickel etc. bezeichneten Mineralien stehen ihrer Krystallform nach einerseits mit gewissen Schwefelmetallen, wie Eisenkies und Speerkies, andererseits mit den Schwefel-Arsen (und Antimon-) Verbindungen: Arsenikkies, Kobaltglanz und Nickelglanz in einer gewissen Beziehung, welche sich schon darin ausspricht, dass sie selbst fast immer eine gewisse kleinere oder grössere Menge Schwefel enthalten. Dieser Zusammenhang ist schon mehrfach von krystallographischer und von chemischer Seite zur Sprache gekommen, ohne aber in Bezug auf letztere einen genügenden Abschluss erlangt zu haben. Der vorliegende Aufsatz bat den Zweck, jene Beziehungen von einem allgemeineren Gesichtspunkte aus darzulegen, und die hierher gehörigen Substanzen nach Form und Mischung in einen naturgemässen Zusammenhang zu bringen. Eisen, Nickel und Kobalt treten, mit Arsen (Antimon) verbunden, öfter wohl für sich, häufig aber auch neben einander auf, weil ihre Verbindungen isomorph sind. In fast allen Arsen- (Antimon-) Verbindungen begegnen wir einer gewissen Menge Schwefel. Nur ein einziges Arsenikeisen (Leukopyrit von Przibram) soll frei davon sein. Alle Rothnickelkiese enthalten Schwefel, und unter 30 Nickel- und Kobaltverbindungen mit Arsen sind nur 8 frei von Schwefel gefunden worden. Ist dieser Schwefelgehalt wesentlich oder nicht?