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Beitrag zur Kenntniss der Gattung Dictyonema Hall

Dames, W.

Kurzfassung

James Hall stellte im Jahre 1857 die Gattung Dictyonema für gewisse Körper aus den Lockport - Schiefern auf, welche, von Kreis- oder Fächerform, aus einem Netzwerk bestehen, deren Längsfasern langsam divergiren, sich verhältnissmässig selten theilen und durch wagerechte Querstäbchen verbunden sind. Schon damals schien es ihm nicht zweifelhaft, dieselbe der Familie der Graptolithen einzureihen. Er stützte sich hauptsächlich auf die hornige Beschaffenheit von Dictyonema, welche sie jedenfalls von der im äusseren Ansehen sehr ähnlichen Bryozoen-Gattung Fenestella weit trennt. Auch in dem Werk: Graptolithes of the Quebek group pag. 136 liess er der Gattung Dictyonema ihre Stellung bei den Graptolithen, fügte die wichtige Beobachtung hinzu, dass die ursprüngliche Form, wenigstens eines Theils der Species, wahrscheinlich trichterförmig (funnel-shaped, circular from compression) gewesen sei, und deutete nochmals darauf bin, dass die gestreifte hornige Oberfläche und die Abwesenheit runder Zellen eine Trennung von Fenestella bedinge. Aber schon lange, ehe Hall die erwähnte Gattung bekannt machte, waren dergleichen aus verschiedenen silurischen Schichten bekannt geworden, und hatten bei den Beschreibungen ihren Platz in sehr verschiedenen Thierclassen, ja sogar auch bei den Pflanzen erhalten. - Hisinger hatte sie als ,impressio plantae monocotyledoneae?" aus dem Thonschiefer von Berg in Ostgothland, Lonsdale zwei Species als Gorgonia assimilis und Goryonia? aus dem Wenlockkalk von Dudley und Alfric, Malvern, Eichwald als Gorgonia flabelliformis zusammen mit mehreren sicher nicht hierher gehörenden Formen (wie Gorgonia proava und gracilis) von Dagö beschrieben.