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Mineralogische Notizen

Zerrenner, K.

Kurzfassung

In einer jüngst aus Russland nach Deutschland gelangten beträchtlichen Sammlung uralischer und altaischer Mineralien fesseln die Aufmerksamkeit zunächst eine grössere Anzahl Syssertskit- (dunkle Osmirid-) Krystalle von vorzüglicher Schärfe der Ausbildung und zum Theil bis 0,40 Cm. längstem Durchmesser der bekannten Form. Einige von diesen Krystallen haben auf der einen Seite eine glatte glänzende Basis, auf der anderen sind sie rauh, mit Eindrücken und Vertiefungen versehen. Ein auf beiden Seiten ebener, wenig glänzender, bleigrauer Krystall erscheint theilweise gerändelt durch auf- und umgebogene Kanten. Zwei Newianskit- (helle Iridosmium-) Krystalltafeln, davon die eine von 0,55 Cm. längstem Durchmesser, zeigen auf beiden Basenflächen eine äusserst zarte, aber nichtsdestoweniger deutliche, den ganzen Krystallkörper durchsetzende rhomboëdrische Streifung. Am permschen und orenburgschen Ural war Berggold im Gegensatze zu Seifengold bisher bekannt: 1. unmittelbar im Gangquarz der Gruben von Beresowsk, 2. im verwitterten Nadelerz dieses Quarzes in Form von Körnchen, Blättchen und centimeterlang gestreckten Nadeln, 3. im verwitterten Pyrit der Golderzgänge, z.B. in der Grube Preobraschensk bei Iekatharinburg, 4. im frischen Brauneisenerz, z. B. von der Grube Alexandro-Andréjewsk am Ufer des Subunduk im Gouvernement Orenburg, 5. im Zusammenkommen mit Kupfererzen der Grube Andréjewsk im Gebirgssystem Kotschkarsk. In der eingegangenen Sammlung findet sich Goldbleiglanz, d. h. Bleiglanzhexaëder, die auf Beresowsker Gangquarz aufsitzen und zum Theil aus gediegenem Gold bestehen, welches auf den Hexaëderflächen gleichmässig wie der Bleiglanz spiegelt.