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Das Kohlenkalkvorkommen bei Rothwaltersdorf in der Grafschaft Glatz und dessen organische Einschlüsse

Feistmantel, Ottokar

Kurzfassung

Einleitung. Das Material zur vorliegenden Arbeit verdanke ich der Güte des Herrn Geh. Rathes, Professor Ferd. Roemer in Breslau, der mir dasselbe bei meiner Anstellung am dortigen mineralogischen Museum gütigst zur Bearbeitung überliess. Ich habe eine solche um so freudiger unternommen, als gerade dieses Vorkommen für die abermalige Constatirung der Gleichaltrigkeit von Culm und Kohlenkalk von hohem Interesse und ferner, weil es ein schlesisches Vorkommen ist. Doch habe ich die thierischen Reste nur insoweit in Betrachtung gezogen, als sie mir zur Charakteristik der Schichten notwendig waren, während ich die Pflanzenpetrefacte einer eingehenderen Bearbeitung würdigte. Indessen dürfte auch diese, namentlich aus so alten Schichten, nicht ganz selten zu nennende Flora immerhin von Interesse sein. Die von mir bei diesem Aufsatze benutzte Literatur bestand aus folgenden Werken und Schriften, die ich in chronologischer Reihe folgen lasse: [...] I. Stratigraphisch-palaeontologisches. Während in den Kohlenablagerungen Böhmens nur der productive Antheil, und mit diesem conform gelagert das Kohlenrothliegende im Sinne Prof. Weiss's vertreten ist, ohne dass diese Schichten von älteren Kohlengebilden unterlagert wären, sind auf schlesischem Terrain die Kohlenablagerungen alle von solchen älteren Gebilden begleitet. Im Zusammenhange dargestellt findet man diese Verhältnisse bei: 1867. Roth: Erläuterung der geognostischen Karte von Niederschlesien (mit einer Uebersichtskarte etc.). 1871. Ferd. Roemer: Geologie von Oberschlesien. Diese älteren, die Kohlenablagerungen Schlesiens begleitenden Schichten treten besonders in drei Formen auf; und zwar: [...]