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Krystalle von Frascati und Somma

Des Cloizeaux

Kurzfassung

Im letzten Sommer liess ich aus durchsichtigen Leucitkrystallen von Frascati künstliche Würfel schneiden, wobei die Schnittflächen den Achsenebenen der Krystalle parallel gingen; doch erst in den letzten Tagen bin ich dazu gekommen, dieselben gründlich zu untersuchen und mit einem kleinen Parallelepiped zu vergleichen, welches ich aus einem Krystall der Somma geschnitten, dessen Flächen ähnliche Zwillingsstreifen darboten, wie der von Ihnen mir gesandte Krystall. Mit Hilfe des polarisirenden Mikroskops, bei convergirendem Licht, erkannte ich, dass die Würfel gleiche Erscheinungen darboten in der Richtung normal zu zwei Flächenpaaren, welche sich in verticalen Kanten schneiden, verschiedene Erscheinungen indess in der Richtung zum dritten Flächenpaare. Normal zu den Flächen A und B nimmt man trotz einiger Störungen deutlich wahr, dass im polarisirten Lichte gekreuzte Hyperbolen erscheinen, entsprechend denjenigen, welche ein optisch einaxiger Krystall darbietet, wenn man ihn normal zur Hauptaxe untersucht. Wenn man mit Hilfe einer Quarzplatte, deren Axe normal steht zur verticalen Axe des Leucitwürfels, die Compensation herstellt, so bemerkt man, dass die kleinsten Hyperbolen, welche man auf der Fläche A oder auf der Fläche B erhält, sich gegen den Mittelpunkt von A nach A1 bewegen. (Lors qu'on cherche la compensation avec une lame de quartz, dont l'axe est perpendiculaire à l'axe verticale des cubes artificiels, on voit l'avancer vers le centre, de A en A1, les plus petites hyperboles qu'on opère sur la face A ou sur la face B.) Es ist dies das Kennzeichen der positiven einaxigen Krystalle.