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Die E tagen des böhmischen Rothliegenden

Feistmantel, Ottokar

Kurzfassung

Ihre Fragen über die Entwickelung unseres böhmischen Rothliegenden und die Stellung der von mir aufgestellten Etagen zu denen von Beyrich im niederschlesischen Gebirge erlaube ich mir in Folgendem übersichtlich zu beantworten. 1. Zum untersten Rothliegenden (Ihr Kohlenrothliegendes!) stelle ich alle früher in den Steinkohlenbecken als Hangendzüge angeführten Schichtencomplexe (damals waren die sie begleitenden Brandschiefer mit permischen Thierresten nicht bekannt) und in diesem Schichtencomplexe sind dann zwei Niveau's mit Thieren zu unterscheiden und zwar a) die in den Sphärosideriten von Zilov vorkommenden, im Hangenden des hier auftretenden Kohlenflötzes (s. meinen Aufsatz über die Sphärosiderite), und h) die in den Brandschiefern enthaltenen, die erst darunter liegen und zwar liegt bei Rakonitz dieser Brandschiefer über und bei Nürschan unter der Kohle; der bei Rakonitz ist daher scheinbar jünger, doch betrachte ich ihn als zu derselben Bildungsperiode gehörig, wie den bei Nürschan; er ist gleichsam eine Fortsetzung des Brandschiefers von Nürschan nach oben. Die erwähnten Sphärosiderite liegen über beiden; ein Schema möge es veranschaulichen: [...]