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Ein Beitrag zur Kenntniss fossiler Euganoïden.

Martin, Karl

Kurzfassung

Nachdem Agassiz (Recherches sur les poissons fossiles 1843) durch Aufstellung der Ordnung der Ganoiden sich das grosse Verdienst erworben, die Verwandtschaft der in den älteren Formationen bis zur Kreide vorkommenden Fische mit den noch lebenden Formen Lepidosteus und Polypterus darzuthun, waren es besonders drei Arbeiten, welche zur weiteren Kenntniss dieser merkwürdigen Formen beigetragen haben, diejenige von J. Müller (Ueber den Bau und die Grenzen der Ganoiden, Berlin 1846), Huxley's Untersuchungen (Illustrations of the crossopterygian Ganoids) und die Abhandlung von Lütken (Ueber die Begrenzung und Eintheilung der Ganoiden, Kopenhagen 1868). Letztere Schrift zeichnet sich durch geschickte Verwendung des vorhandenen Materials ebenso sehr wie diejenige von J. Müller durch eingehende Beobachtungen aus; indess konnte bei der bis jetzt noch unzureichenden Bearbeitung mancher Specialitäten, welche eine dauernd giltige Eintheilung und Sonderung der umfangreichen Ordnung in kleinere Gruppen möglich machen würde, die Arbeit nicht eine erschöpfende werden. Lütken macht selber wiederholt auf den Mangel an Voruntersuchungen aufmerksam, welcher sich besonders in dem Punkte der Arbeit sichtbar macht, wo es sich um Ausscheidung verwandter Formenreihen aus der Gruppe der so äusserst geschickt begrenzten Euganoïden handelt, und hebt eine Reihe zweifelhafter Punkte hervor, welche einer näheren Revision bedürftig seien. Einen kleinen Theil dieser Mängel hoffe ich durch die vorliegende Untersuchung, welche im Göttinger palaeontologischen Museum unter Aufsicht des Herrn Professor v. Seebach angestellt wurde, zu beseitigen.