Original paper

Über concordant im Gneiss eingeschaltete Lager von körnigem Kalk bei Markirch im Ober-Elsass

Groth, P.

Kurzfassung

über welche gelegentlich bei Excursionen behufs Vorbereitung zur späteren neuen geologischen Kartirung der Vogesen Beobachtungen angestellt wurden. Das bedeutendste Lager jener Gegend, bei St. Philippe, bedeckt einen dünngeschichteten Normalgneiss, während es überlagert wird von Gesteinsschichten, welche sich durch grossen Wechsel der mineralogischen Zusammensetzung auszeichnen. Ein im Bruch von St. Philippe, daselbst durch Verwerfungen mehrfach sich wiederholendes Profil ergab von unten nach oben: 1) Unterteufender Gneiss, sehr gleichmässig; 2) Das Kalklager, ziemlich grobkörnig krystallisirt, umschliesst zahlreiche accessorische Mineralien, unter denen ein hellbrauner, bereits von Delesse analysirter ( Glimmer, und ein früher für Pyrosklerit angesprochenes, wahrscheinlich dem Serpentin nahe stehendes Mineral vorwalten. Die oberste Schicht des Lagers gegen die Gneissgrenze hin ist unrein, locker, mit Rutschflächen durchzogen, auch stellenweise mit Gneiss wechsellagernd; 3) Granitgneiss, feinkornig, wenig flasrig, die Granaten oft sehr stark ausgeschieden; 4) Sehr grobkörniges Gemenge von weissem Feldspath, grünem Augit und braunem Titanit, welches, mit Hornblendegneiss verbunden, sich in der Umgegend noch weiterhin fortsetzt. Die letzteren Mineralgemenge, von welchen eine Reihe Handstücke vorgelegt wurde, sind lediglich besondere locale Ausbildungen der Gneissschichten, da die Lagerungsverhältnisse jede Möglichkeit eruptiver Entstehung derselben ausschliessen.