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Stücke über die Echiniden des durch seine eigentümliche Lagerung altbekannten Juravorkommens von Hohrisrein in Sachsen

Dames

Kurzfassung

Sämmtliche Stücke entstammen der Cotta'schen Sammlung und gehören dem palaeontologischen Museum der hiesigen Universität. Die vorgelegten Echiniden gehören folgenden Species un: Cidaris Blumenbachi (Münst.) Goldf., Rhabdocidaris nobilis Monst., Pedina sublaevis (aspera) AG., Holectypus corallinus D'orb., Dysaster granulosus AG. und Collyrites , bicordata Leske sp. - Von diesen sechs Species kommen drei, nämlich C. Blumenbachi, Rh. nobilis und D. granulosus nur im weissen Jura Süddeutschlands, zwei: P. sublaevis (aspera) und C. bicordata im süddeutschen, d.h. schwäbisch-fränkischen Jura nicht, wohl aber im nordwestdeutschen Jura vor. H. corallinus ist beiden Gebieten gemeinsam. Es liegt also hier eine Mischung der Faunen zweier palaeontologisch sehr verschieden entwickelten Juraablagerungen vor, die sich übrigens auch im Zusammenvorkommen zahlreicher Exemplare von Gryphaea dilatata und grosser Perisphinctes- Arten ausprägt. Will man also annehmen, dass zur Zeit der Ablagerungen des süddeutschen einerseits und des nordwestdeutschen Jura andererseits eine Verbindung zwischen beiden vorbanden gewesen ist, so gewinnen die vereinzelten Partien von Hohnstein, Khaa etc. auch bezüglich dieser Frage sehr an Bedeutung.