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das mineralogische Museum der Universität Berlin, systematisches Verzeichniss und Beschreibung seiner Schausammlungen

Sadebeck, A.

Kurzfassung

Herr A. Sadebeck überreichte zunächst der Gesellschaft als Geschenk ,das mineralogische Museum der Universität Berlin, systematisches Verzeichniss und Beschreibung seiner Schausammlnngen von G. Rose und A. Sadebeck, Berlin 1874 bei E. S. Mittler n. Sohn." In demselben sind die vier aufgestellten Sammlungen, die Krystall-, Mineralien-, Gesteins- und Meteoriten-Sammlung beschrieben, in der Art, dass die einzelnen Stücke der Reihe nach aufgeführt und die hervorragenden etwas ausführlicher geschildert sind. Besonderer Werth wurde auf die Richtigkeit und Genauigkeit in der Angabe der Fundorte gelegt. Sollte auch über kurz oder lang durch eine Umordnung der Sammlung die Bedeutung dieses Büchleins, als ein Führer durch die Sammlung zu dienen, erlöschen, so wird es doch dem Mineralogen zum Nachschlagen gute Dienste leisten können und wird ihm dadurch interessant sein, dass noch manche kleine Beobachtungen von G. Rose darin zu finden sind. Auch wird es stets den sprechenden Beweis liefern, wie sehr sich G. Rose die Ordnung der Sammlung angelegen sein liess und wie er sich bemühte, dieselbe durch eine lehrreiche Aufstellung dem grösseren Publikum nutzbar zu machen. Dann sprach Redner über Zwillingskrystalle des Weissbleierzes von Düpenlienchen bei Aachen, deren in dem vorgelegten Buche zuerst Erwähnung gethan ist. Es sind herzförmige Zwillinge nach dem Gesetz, demzufolge eine Fläche des verticalen Prismas (3a : b : infinity sign c) Zwillingsebene ist, ein Gesetz, welches bis jetzt nur durch v. Kokscharow an Krystallen vom Altai, Grube Solotuschinsk, 68 W. westl. vom Schlangcnberge bekannt war. Zwei Flächen des verticalen Prismas fallen nahezu in eine. Ebene, sie bilden einen Winkel von 174 1/2° und die herzförmige Gestalt wird dadurch hervorgerufen, dass die Längsflächen beider Individuen so weit verlängert sind, dass sie sich an der Zwillingsgrenze treffen. Drittens sprach Derselbe über die bisher erlangten Resultate bei einer Bearbeitung der Krystallformen des Bleiglanzes. Dieselben beziehen sich zunächst auf die zwillingsbildung.