Original paper

Neue Aufschlüsse oligocäner Schichten in der Provinz Hannover

Roemer, H.

Kurzfassung

Der schon seit längerer Zeit in Aussicht genommenen Kartirung der Provinz Hannover im Maassstabe von 1 : 25000 wird hier von den verschiedensten Seiten mit Ungeduld entgegen gesehen, ganz besonders aber von allen denen, welche die Notwendigkeit neuer geognostischer Aufnahmen unserer Provinz richtig zu würdigen wissen, da der Maassstab von 1 : 100,000 der ohnehin veralteten Pape'schen Karte, welche auch meinen früheren geognostischen Aufnahmen zu Grunde liegt, für eine genügende Darstellung der so überaus mannigfaltigen geognostischen Verhältnisse, besonders der südlichen Hälfte unserer Provinz nicht mehr ausreicht. Damit nun aber die inzwischen beobachteten neuen Aufschlüsse, insbesondere wenn dieselben für die Vervollständigung der Kenntniss der geognostischen Beschaffenheit der Provinz von einiger Bedeutung sind, oder wenn diese Aufschlüsse gar nur vorübergehende waren, doch für die demnächstigen neuen geognostischen Aufnahmen nicht unbenutzt bleiben, habe ich geglaubt, dieselben durch eine kurze Erwähnung in dieser Zeitschrift in geeignetster Weise feststellen zu können. Zunächst erwähne ich drei neue, noch nicht besprochene Aufschlüsse tertiärer Bildungen, zumal dieselben schon im Gebiete der norddeutschen Ebene liegen, für deren Kenntniss jeder neue Aufschluss so willkommen ist.