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Die mineralogische und chemische Zusammensetzung der Granitporphyre

Baranowski, Joseph J.

Kurzfassung

Der Name Granitporphyr findet sich zuerst 1840 in Kittel's ,Skizzen der geogn. Verhältnisse der nächsten Umgebung von Aschaffenburg"; Naumann, v. Cotta und Zirkel adoptirten diese Benennung für die im Erzgebirge bei Altenberg und in der Leipziger Umgegend bei Beucha und am Tummelberg vorkommenden Porphyre. Der mächtigste Gang von dem im Erzgebirge vorkommenden Granitporphyr erstreckt sich über Altenberg südlich bis Graupen, nördlich bis zu dem Dorfe Ulberndorf und zieht sich zwischen Gneiss und Felsilporphyr hin, während ein anderer, ein und eine halbe Meile westlich davon befindlicher Gang Gneiss und stellenweise Granit durchsetzt; ein dritter schmaler Gang läuft aus der Gegend von Dippoldiswalde über Frauenstein nach Nossan und dieser durchsetzt blos Gneiss. Der Granitporphyr in der Leipziger Umgegend ist ganz gleich demjenigen im Erzgebirge, und es waltet kein Zweifel ob, dass diese Gesteine identisch sind. Jener erstere bildet einen mächtigen, zwischen Wurzen und Trebsen sich erstreckenden Gang, der am Tummelberge kuppenförmig zu Tage tritt. Ausserdem kommt bei Beucha der Granitporphyr aus dem Alluvium an die Oberfläche und wird dort in Steinbrüchen als Baumaterial gewonnen. Das Altersverhältniss des Granitporphyrs in Bezug auf den in dieser Gegend zahlreich vorkommenden Felsitporphyr gestaltet sich stellenweise als ein verschiedenes, indem bei Ammelsheim dieser von ersterem durchsetzt wird, und sich so der Felsitporphyr als das ältere Gestein charakterisirt, während am Tummelberge der Granitporphyr von jenem durchzogen wird und sich dadurch an dieser Stelle der Felsitporphyr als das jüngere Gestein kundgiebt.