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Der den Zinnober eingesprengte gang der Grube Idria, Dillenburg

Frohwein

Kurzfassung

Der den Zinnober derb und eingesprengt führende Gang der Grube Idria bei Dillenburg ist ungefähr 3 Meter im Hangenden oder südlich des Kupfererzganges der alten Grube Fortunatus, streicht theils in St. 4 bis 5 bei südöstlichem Einfüllen von 50 bis 60 Grad zwischen dem ebenso streichenden und einfallenden Nebengestein von graublauem, dichtem Thonschiefer (Schalsteinschiefer) im Hangenden und weisslich und grünlich grauem Schalstein im Liegenden, theils auch, und zwar weiter westlich, in St. 6 bis 7 mit südlichem Einfallen von 70 bis 80 Grad im weissgrauen oder röthlichen eisenschüssigen Schalstein. Dieser Gang besitzt eine geringe Mächtigkeit bis zu 2 Decimeter und ist meist mit zersetztem und bis zu kalkigem Letten zerriebenem Nebengestein ausgefüllt, worin auch festere Stücke von Schalstein, kalkigem Quarz und hornsteinähnlichem rothem und braunem Eisenkiesel sich befinden. Das Vorkommen von Zinnober in diesem Gange wurde bis jetzt nur auf eine 20 bis 22 Meter betragende Länge der auf dem Gange aufgefahrenen Strecke gefunden in der Nähe derjenigen Stelle, wo der Gang die Gesteinscheide zwischen Schiefer und Schalstein verlässt und sich weiter westwärts in St. 6 bis 7 in den liegenden Schalstein hineinwendet. Die Zinnobererze sind jedoch nicht blos auf die Gangausbildung beschränkt, sondern auch auf einige Centimeter weit von den Salbändern des Ganges aus in dem Nebengestein eingesprengt, wenn auch in etwas geringerer Menge und Derbheit, als im Gange selbst. Meist sind sie fein und klein eingesprengt, stellenweise nur angeflogen, manchmal aber auch derb bis zur Grösse von mehreren Centimetern.