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Über den zweiten Theil von Stoliczka's Reise nach Yarkand

v. Richthofen, Ferdinand

Kurzfassung

Herr v. Richthofen berichtete über den zweiten Theil von Stoliczka's Reise nach Yarkand nach einer neueren Mittheilung des letzteren. Darnach hat derselbe im westlichen Kuën-Lün einen Hornblendegneiss gefunden, der auch für den östlichen Kuën-Lün bezeichnend ist, was für die Forsetzung dieses Gebirges nach Westen ein Criterium abgiebt. Am nördlichen Abhang des Kuën-Lün fanden sich steil aufgerichtete, carbonische Kalke und weiterhin jüngere Schichten, besonders Kreide und Löss in grosser Mächtigkeit. Die Entstehung des letzteren erklärt Stoliczka in derselben Weise wie Redner. Das Vorkommen von Kreide ist merkwürdig, da in China diese Formation fehlt. Ferner berichtete Redner aus demselben Bericht über den Stein Yü, der in Europa Jade oder Nephrit genannt wird. Er fand sich am südlichen Abhang des Kuën-Lün, am Flusse Karakasch in einem Hornblendegneiss in Gängen, 10-40 Fuss mächtig und ein unbestimmtes Gestein enthaltend, das seinerseits den Nephrit einschliesst. Ausserdem fand sich der Nephrit in Bachgeröllen. Die Chinesen beziehen aber jetzt die Hauptmasse ihres Yü aus Ober-Birma, wo er sich ebenfalls in Geröllen findet.