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Die Pseudomorphosen des Cordierits

Wichmann, Arthur

Kurzfassung

Die Pseudomorphosen des Mineralreichs sind schon seit längerer Zeit der Gegenstand der eingehendsten Untersuchungen unserer hervorragendsten Forscher gewesen. Die Resultate derselben waren namentlich für die Geologie von grösstem Belang, besonders da die Umwandlungsproducte ein früher ungeahntes Licht über die innerhalb des Steinreiches vor sich gehenden Processe verbreiten. Ein bedeutendes Verdienst muss dabei der Chemie zugesprochen werden, indem es auf Grund ihrer Analysen gelang, die Natur der die Umwandlung bewirkenden Agentien festzustellen. Allein nicht gelang es ihr, ein Bild zu geben von der innerhalb des Minerals vor sich gehenden Metamorphose. Zirkel war es zuerst, der, in Hinblick auf die oben genannte Thatsache, die Bedeutung des Mikroskopes auseinandersetzte und so der mineralogischen Forschung ein weites Feld eröffnete. Es ist jedoch nicht allein der Gang der Umwandlung, der vermittelst mikroskopischer Beobachtungen verfolgt werden kann, sondern es handelt sich auch in vielen Fällen um die Feststellung der Natur des Urminerals selbst, besonders da die letztere häufig nur nach der übrig gebliebenen Krystallform und der sehr oft unbestimmten chemischen Zusammensetzung annähernd festgestellt werden kann. Der Cordierit, als der Vater einer reichen Nachkommenschaft von Umwandlungsproducten der verschiedensten Art, die jedoch meist nur als Uebergangsstadien zu betrachten sind, muss vornehmlich ein bedeutendes Interesse für sich in Anspruch nehmen.