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Petrefacten aus der Raethischen Stufe bei Hildesheim

Martin, Karl

Kurzfassung

1. Pholidophorus Roemeri n. sp., Taf. XXIX. Fig. 1 u. 2. Die von Herrn H. Roemer im zweiten Hefte dieses Bandes erwähnten Fischreste, welche in der mit h. bezeichneten Schicht des Bonebed bei Hildesheim gefunden und mir zur Bearbeitung übersandt wurden, gehören der Gattung Pholidophorus AG. an, ohne indess mit einer der bisher bekannt gewordenen Species identisch zu sein. Dass die Gattungscharaktere von Pholidophorus durch Agassiz wenig präcis umschrieben wurden, ist schon mehrfach in der Literatur erwähnt; wenn ich daher die vorliegenden Fische dieser Gattung zurechne, so geschieht dies besonders auf Grund der von Wagner und Quenstedt angeführten Merkmale, von deren durchgängiger Giltigkeit ich mich im Wesentlichen durch Vergleichung mit Exemplaren der hiesigen Universitätssammlung überzeugt habe. Was die Grössenverhältnisse anlangt, so messen die drei Fische, von denen zwei, der Länge nach ausgebreitet, die volle Seitenansicht gewähren, von der Schnauzenspitze bis zum äussersten Ende der Schwanzflosse 56 Mm.; ihr grösstes, in der Nähe des Kopfes liegendes Höhenmaass beträgt 12 Mm.; das kleinste, eben vor Beginn der Caudale gemessen, 6 Mm. Die Verjüngung des Körpers von vorne nach hinten ist eine sehr gleichmässige. Der Kopf macht 1/4 der Gesammtlänge aus; die Schwanzflosse nur 2/3 der Länge des Kopfes. Die Stellung der Flossen scheint mir für die vorliegende Art besonders charakteristisch zu sein.