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Bergbauarbeiten bei Massa marittima

Herter, Paul

Kurzfassung

Sie werden unsere Werke bedeutend erweitert finden. Die Fenice steigert ihre Production fortwährend und hat bereits seit zwei Jahren für alle ärmeren Geschicke (unter 10 pCt.), die sich zum Export nicht eignen, auf Accesa einen Hüttenbetrieb eingerichtet, dessen Vergrösserung und Verbindung mit Schwefelsäurefabrication in Aussicht genommen ist. Auch die Zugutemachung der ärmsten Erze, sowie der Abgänge von der Aufbereitung durch freiwillige Zersetzung und Auslaugung erfolgt in befriedigender Weise. Wenig glücklich sind dagegen unsere Versuchsarbeiten zur Auffindung neuer Erzmittel über der Stollensohle geblieben. Im nördlichen Felde ist Galleria Valcalda, die stets in der sterilen Masse getrieben wurde, eingestellt worden, ebenso wie in entgegengesetzter Richtung die Arbeiten der Gesellschaft ,Capanne" in Poggio Bindo. Noch weiter gegen Süden im Concessionsfelde der Garpignone verschwanden die Kupfererze fast gänzlich, und die Hauptmasse führt Zonen von schwarzer Blende mit Nestern und Schnüren von Bleiglanz, nicht ohne hübschen Silbergehalt (8 bis 10 Loth), aber zu wenig. So bleibt uns, da die Haupterzzonen sich nicht weiter als bis Pozzo Carlo der Capanne im Süden und circa 250 Meter über Salerno hinaus gegen Norden erstrecken, Nichts übrig, als in der Teufe zu suchen, was uns in der Streichungsrichtung versagt ist. Demgemäss sind wir dabei, den Pozzo Gostantino abzuteufen, und wenn uns dieses, wie nicht zu bezweifeln, nur auf 20 M. Saigerteufe gelingt, ein grossartiges Feld aufzuschliessen, mindestens so bedeutend als dasjenige, welches beide Gesellschaften zusammen über der Galleria di scolo bebauen.