Original paper

Untersuchungen an Pseudomorphosen in Amerika

Dana, James D.

Kurzfassung

Ich habe seit einiger Zeit über Pseudomorphosen gearbeitet, darunter waren einige von Serpentin, obgleich nicht in der Form des Olivin. Eine Localität-die Tilly Foster Eisengrube, unfern Brewster an der Harlem - Eisenbahn, im östlichen Theile des Staates New-York, gerade westlich vom Staat Connecticut-hat Pseudomorphosen von Serpentin nach folgenden Mineralien geliefert: Chondrodit, Ripidolit, Dolomit, Kalkspath, Enstatit, Biotit, Apatit und nach zwei noch unbestimmten Mineralien, wahrscheinlich neuen Species. Eine dieser letzteren Pseudomorphosen nach einem unbekannten primären Mineral hat eine sehr deutliche hexaedrische Spaltbarkeit, genau so vollkommen wie diejenige des Bleiglanz. Dennoch ist es keine Spaltbarkeit, denn die kleineren Theilstücke, welche man erhält, haben keine Spaltbarkeit. Es ist vielmehr nur eine Ablösung, welche von der Spaltbarkeit des primären Minerals herrührt. Was aber an diesen Pseudomorphosen das Seltsamste:-etwa ein Drittel der kleinen Würfel, welche in ihrer Vereinigung die cubische pseudomorphe Masse bilden, besteht aus durchscheinendem Dolomit; die kleinen würfelförmigen Dolomitstücke liegen unterschiedslos zwischen den Serpentinwürfeln. Wir haben gleichsam einen aus zwei Mineralien in so vollendeter Zusammenfügung gebildeten Krystall vor uns, dass wir nicht an der gleichen Bildung des Ganzenzweifeln können. Die kleinen rectangulären Theilstücke des grossen Würfels sind entweder gänzlich Dolomit oder gänzlich Serpentin. Die Dolomitstücke besitzen ihre eigentümliche rhomboëdrische Spaltbarkeit. Haben Sie eine Vermuthung in Betreff des ursprünglichen Minerals dieses merkwürdigen Gebildes? Ich habe die Absicht, in der November-Nummer des American Journal darüber eine Notiz zu geben. - Die andere Pseudomorphose nach einem unbekannten Mineral ist ohne Zeichnungen nicht leicht zu schildern.