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Über die Arbeit Jules Gosselet's: Carte géologique de la bande méridionale des calcaires dévoniens de l'Entre Sambre-et-Meuse, Bruxelles 1874

Kayser, Emanuel

Kurzfassung

Der um die Kenntniss des belgischen und nordfranzösischen Devon so verdiente Autor unterscheidet jetzt 3 Abtheilungen für das Unterdevon, nämlich von oben nach unten: Calceola-Schichten, Grauwacke mit Leptaena Murchisoni, Schichten von Gédinne. Die Schichten von Gédinne wurden bereits von Dumont an die Basis des ,Terrain Rhénan" gestellt und werden von den belgischen Geologen jetzt allgemein als das unterste Glied der devonischen Schichtenfolge im nördlichen Frankreich und Belgien betrachtet. Den Schichten mit Leptaena Murchisoni giebt Gosselet jetzt eine viel grössere verticale Ausdehnung wie früher: ausser Dumont's Coblentzien rechnet er nämlich zu derselben jetzt noch dessen Ahrien, die über diesem folgenden rothen Schichten von Vireux (welchen die Vichter Schichten in der Eifel und bei Aachen parallel sind), sowie endlich die noch höheren Bildungen mit Spirifer cultrijugatus. Was die Schichten mit Calceola sandalina betrifft, die bekanntlich in der Eifel den unteren Theil der dortigen Kalkbildung ausmachen, so werden diese gewöhnlich als unteres Glied der mittleren Abtheilung der devonischen Schichtenfolge angesehen; Gosselet aber will dieselben vom Mitteldevon getrennt und mit dem Unterdevon vereinigt wissen. Das Mitteldevon würde dann erst mit dem Calcaire de Givet beginnen, unserem Stringocephalenkalk, der bekanntlich die obere Hälfte der Eifler Kalkbüdung ausmacht.