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Über die geognostischen Resultate, die durch ein bei der Stadt Greifswald auf Salz gestossenes Tiefbohrloch gewonnen wurden

Dames

Kurzfassung

Die der Untersuchung zu Grunde liegenden Bohrproben wurden von Herrn Betriebs-Inspector Busse an die hiesige Bergakademie eingesendet, zugleich mit einer Bohrtabelle, welcher die hier wiedergegebenen Mächtigkeiten entnommen sind: Es wurden durchsunken: a. 174' Diluvium, von welchem Bohrproben nicht vorliegen.Sodann: b. ,Graulich-weisser Kreidethon, bald fester, bald loser und mit vielen festen Kalksteiuknauern ohne Feuerstein, mit Quarzkörnern." Mächtigkeit 188'. c. ,Rother Kreidethon. Derselbe hatte in seiner untersten Schicht viel Belemniten." Mächtigkeit 24 1/2. d. ,Grüner sandiger Thon mit viel Belemniten." Mächtigkeit 2'. Von den unter b.c.d. angeführten Bohrproben wurden auf Bitte des Vortragenden von den Herren Laufer und Dulk grössere Mengen geschlemmt und die Schlemmrückstände an Herrn L. G. Bornemann jun. nach Eisenach gesendet. Die von ihm vorgenommene Untersuchung ergab das Resultat, dass die unter b. und c. genannten Schichten der oberen Kreideformation-dem Pläner-angehörten, wie sich das schon aus der petrographischen Beschaffenheit mit grosser Wahrscheinlichkeit hatte vermuthen lassen. (In dem unter d. angeführten Gestein waren mikroskopische Organismen nicht aufzufinden gewesen.) Herr Bornemann schreibt darüber: ,Dass wir es mit Kreideschichten zu thun haben, dafür sprechen auch die mikroskopischen Befunde mit aller wünschenswerthen Bestimmtheit und Sicherheit. Die nachfolgend verzeichneten Rhabdogonien sowie auch Proropus sind beispielsweise ganz charakteristische Kreideforaminiferen.