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Ueber die Eisenerzlagerstätten von El Pedroso in der Provinz Sevilla

Roemer, Ferd.

Kurzfassung

El Pedroso ist der Name eines etwa acht geographische Meilen nordöstlich von Sevilla in der Sierra Morena gelegenen Städtchens oder Fleckens. Nach demselben hat sich eine Gesellschaft benannt, welche sich die Ausbeutung des in der näheren und weiteren Umgebung des Ortes vorhandenen Eisenerzlagerslätten zur Aufgabe gestellt hat (Compañia de minas y fabrica de hierros del Pedroso). Ich hatte im Spätherbst 1872 und im Frühjahr 1873 Gelegenheit, diese Erzlagerstätten in der angenehmen und kundigen Begleitung mehrerer Herren aus Sevilla und Cadix und namentlich des Don Antonio Machado, Rektors der Universität Sevilla, dem ich für vielfache wissenschaftliche Belehrung über das Land verpflichtet bin, zweimal zu besuchen und die nachstehenden Beobachtungen über die fraglichen Erzlagerstätten und die allgemeinen geognostischen Verhältnisse zu sammeln. Der Weg von Sevilla nach El Pedroso führt über die Kohlengruben von Villanueva del Rio. Um dahin zu gelangen, fuhren wir zunächst einige Meilen auf der von Sevilla nach Gordova führenden Eisenbahn bis zur Station Tocina. Von hier setzten wir zu Pferde unsere Reise fort. Wir hatten zunächst die fruchtbare Thalsohle des Guadalquivir quer zu durchschneiden und gelangten, nachdem wir das Städtchen Tocina hinter uns hatten, bald an den hier zwischen hohen Lehmwänden in tief eingeschnittenem Bette rasch dahin fliessenden Strom, der mit seinem trüben gelben Wasser einen nicht gerade schönen Anblick gewährt. Wir überschritten denselben auf einer Fahne. Bald darauf näherten wir uns der Thalwand, welche zugleich den südlichen Fuss der Sierra Morena bildet.