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Über eigentümliche, theils makro- theils mikroskopische Trümer, welche Quarz- und Feldspathkrystallkörner in den Porphyroiden des Harz scheinbar durchsetzen

Lossen, K. A.

Kurzfassung

Herr K. A. Lossen sprach über eigentümliche, theils makro- theils mikroskopische Trümer, welche Quarz- und Feldspathkrystallkörner in den Porphyroiden des Harz scheinbar durchsetzen und ein Mittel an die Hand geben zu der oft sehr schwierigen Unterscheidung krystallinischer und klastischer Mineralkörner in den Gesteinen, besonders in den normalen oder metamorphen Sedimentgesteinen. Diese meist kaum 1 Mm. bis 0,1 Mm. und darunter weiten Trümer bestehen wie die erwähnten porphyroidischen Einsprenglinge, aus Quarz und Feldspath. Beim ersten Anblick mit der Lupe oder unter dem Mikroskop im gewöhnlichen Licht rufen sie häufig den Eindruck von nachträglich in dem festen Gestein entstandenen und wieder ausgefüllten Spältchen hervor, was, abgesehen von der trumartigen Form, oft noch besonders darin seinen Grund hat, dass ihre Mineralsubstanz klarer ist, als diejenige der scheinbar durchsetzten Einsprenglinge. Hiernach könnten diese letzteren ebensowohl krystallinischer als klastischer Natur sein. Dass dem indessen nicht so sei, dass vielmehr eine genauere Untersuchung dafür spricht, sowohl die Substanz der Trümer, als die der dem Gestein eingesprengten Körner seien an Ort und Stelle in dem nach der Sedimentation in der Verfestigung begriffenen Gestein erfolgte Krystallisationsbildungen wesentlich ein und desselben Bildungsprocesses, dafür bringt der Redner folgende Gründe bei: 1. Spricht dafür der Umstand, dass die Körner wie die Trümer aus derselben Miueralsubstanz, Quarz und Feldspath, bestehen, und in der Regel, wenn auch nicht stets, ein Trum innerhalb der Grenzen eines Quarzkornes Quarz, innerhalb eines Feldspathkornes Feldspath enthält. 2. Ist eine bestimmte Grenze zwischen der Trumsubstanz und der Substanz der Körner innerhalb dieser letzteren selbst bei starker Vergrösserung und bei verschiedener Klarheit der Substanz nicht wahrnehmbar.[...]