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Haben Sie im Granit von Elba jemals Cordierit beobachtet?

D'achiardi

Kurzfassung

Ich habe die Gegenwart dieses Minerals in einigen unserm Museum angehörigen Handstücken des normalen Gesteins vom Monte Capanne erkannt. Der Granit ist etwas gelblich in Folge der Verwitterung, ziemlich feinkörnig; darin liegen Körner und unvollkommene Krystalle einer dunkelgrünen Substanz, welche Prismen mit etwas zerfressenen Flächen und gerundeten Kanten darstellen und nur schwierig zu messen sind. Nachdem einige dieser Körner aus dem Gestein herausgelöst, gelang es doch vermöge ihres starken Glanzes annähernde Messungen durch allgemeine Reflexion zu erhalten. Es ergaben sich im Mittel folgende Werthe: [...] welche sich den entsprechenden Werthen des Cordierits sehr nähern: 120° 25', 149° 35', 150° und 150° 25', und meine beim ersten Anblick der Krystalle gefasste Meinung bestätigen. Die Krystalle sind in der Richtung der Verticalaxe verlängert. Herrschend sind vorzugsweise die Flächen 310 (infinity sign P 3), nächst ihnen die 010 (infinity sign P infinity sign). Dieses Mineral ist meist undurchsichtig, selten durchscheinend; fettglänzend; die Farbe meist dunkelbräunlichgrün in wechselnden Tönen je nach dem Grade der Verwitterung; selten grün wie Praseolith. In Bezug auf die Farbe, so ähnelt der Cordierit von Elba sehr gewissen Pinit - Exemplaren von Schneeberg, welche das Museum besitzt; auch ist die Ausbildung der Krystalle von beiden Fundorten ähnlich. Das Strichpulver ist weiss. Die Härte ungefähr - 3. Spec. Gew. 2,57. Vor dein Löthrohr nur schwierig an den Kanten zu weissem Glase schmelzbar; mit Borax geschmolzen zeigt sich etwas Eisenfärbung. Im offenen Glasrobr giebt die Substanz wenig oder kein Wasser. Von Schwefelsäure wird sie nur schwach angegriffen unter Abscheidung von Kieselsäure.