Original paper

Über die äusseren Erscheinungen der sogen. Contactmetamorphose des Okerthal-Granits

Halfar

Kurzfassung

Herr Halfar sprach hierauf unter Vorlegung von Stufen veränderter und unveränderter Gesteine ein und derselben Schichten des Devon und Culm aus der Umgegend der Rohmker Halle im Okerthale auf dem nordwestlichen Oberharze über die äusseren Erscheinungen der sogen. Contactmetamorphose des Okerthal-Granits mit besonderer Berücksichtigung der vom Vortragenden in den veränderten Schichten neuerdings aufgefundenen Petrefactenreste. Eine von ihm vorgelegte, vorläufig angefertigte, geognostische Karte über dieses schwierig zu bearbeitende Gebiet diente zur besseren Orientirung und zur Erläuterung bei der Auseinandersetzung der verwickelten Lagerungsverhältnisse. Nach einer allgemeinen Betrachtung über die vorwiegend bekannte Gliederung der hierher gehörenden Formationsabtheilungen wurde darauf hingewiesen, dass alle Sedimentärbildungen im Okerthale und seinen Nebenthälern nach der Umgrenzung des Granits hin im Allgemeinen eine wachsende und obschon nicht gleichmässige, so doch recht auffällige Veränderung in ihrer petrographischen Beschaffenheit und den Structurverhältnissen zeigen. Diese kann entlang der Chaussee von der Vereinigung des Weissen Wassers mit der Oker thalabwärts über die Birkenburg, Rabenklippe, die Rohmker-Klippe mit dem Wasserfalle bis zum Auftreten des Granits an der Kestenecke am besten beobachtet werden. Sie macht sich durch ein mehr starres, compacteres Aussehen aller hiesigen Gesteine gegen ihr sonstiges Vorkommen selbst dann sofort bemerklich, wenn dieselben auch nicht die damit gewöhnlich verbundene grössere Härte besitzen. Mit dieser Metamorphose hängt einerseits zusammen eine Neigung der . Gesteine ihres Gebietes zur Bildung schroffer Felsen oder Klippen, andererseits eine erst jetzt in ihnen deutlich hervortretende Zerklüftung, bisweilen in regelmässige Parallelepipede.