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Neuerdings gemachte Beobachtungen aus dem Diluvium bei Berlin

Lossen, K. A.

Kurzfassung

Er machte zunächst auf Abgrabungen aufmerksam, die in ausgedehnter Weise auf der Südseite der Stadt bei dem Dusteren Keller gerade jetzt statthaben und vorübergehend den Bau und die Zusammensetzung des der Stadt zugekehrten Uferrandes des Teltower Diluvialplateau bloslegen: Die alte Lehmgrube des Dusteren Keller's, vielleicht die älteste nächst der Stadt, baute nicht, wie man nach der Karte des Herrn Von Benningsen-Förder schliessen müsste, den oberen (mergligen) Geschiebelehm, sondern den unteren ab. Wie am Kreuzberg, so ist auch an der östlich davon gelegenen Höhe bis zu der Kunheim'schen Fabrik in Folge einer dem Uferrand nahezu parallelen Aufsattelung der Schichten der obere Geschiebelehm auf dem Scheitel der Plateaukante und an dem der Stadt zugekehrten Abhang gar nicht vorhanden, vielmehr südwärts zurückgeschoben bis nahe an die Grenze des Exercierplatzes, wo derselbe auf dem Terrain der Schälling'schen Bäckerei, auf dem der Molkerei und der Hof'schen Brauerei ansteht. Die 9 bis 15 Fuss mächtige Geschiebelehmplatte, die auf jenem, von einem neuen Strassenproject durchschnittenen, Scheitel und in dem Hange liegt, in welchen der Düstere Keller von N. nach S. ansteigend eingegraben ist, lässt im frischen Anbruch alle Merkmale des unteren (mergligen) Geschiebelehms erkennen: frisch dunkelgraublaue Farbe, unterbrochen durch zahlreiche weisse, eckige Kreidebrocken, starke prismatische Zerklüftung, hie und da bis zu einer blätterigen Ablösung gesteigert, und den Uebergang in Diluvialgrand.