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Das Vorkommen kleiner Schalenreste aus dem unteren Buntsandstein von Dürrenberg, Provinz Sachsen

Weiss

Kurzfassung

Nach Grösse und Gestalt gleichen sie der Estheria Germari Beyr. und kommen auch zusammen mit dieser vor, unterscheiden sich aber von ihr durch eine gewisse Anzahl radialer Rippen, welche vom Wirbel Ausstrahlen, und bilden so einen ausgezeichneten Typus. Schon Giebel hat unter dem Namen Posidonomya Wengensis und nodoso-costata von Dürrenberg 2 Arten beschrieben, welche mit den vorgelegten vielleicht identisch sind. Die letztere stammte aus einem Bohrloche, obige Funde dagegen wurden in anstehenden Schichten (Schieferletten, zwischen Sandsteinbänken) an der Saale in den Promenaden oberhalb des Salzamtes von Herrn Dir. Metzner und dem Vortragenden gemacht. Bei mangelhafter Erhaltung verschwinden die Rippen leicht in der Nähe des Wirbels oder des Vorder- und Hinterrandes, am Bauchrande sind sie am stärksten und bleiben am deutlichsten. Bei guter Erhaltung lassen sich sehr leicht 2 Formen der Berippung erkennen. Die eine wird nur durch 12 oder kaum mehr Rippen gebildet, von denen die mittleren (6-10) sehr scharf liniirt und abgesetzt hervortreten, auf der convexen Seite erhaben, auf der concaven (Innen-) Seite vertieft. Hier liegen die Rippen wie Leistchen verhälnissmässig weit auseinander und zwischen ihnen befinden sich glatte, nur durch concentrische Runzeln unterbrochene Felder. Diese Form mag der P. nodoso-costata Giebel entsprechen, welche aber nur 7 Rippen haben soll. - Die andere Art zeigt sehr viel zahlreichere Rippen, die namentlich am Vorder- und Bauchrande dicht gedrängt erscheinen; diese sind weniger scharf abgesetzt und ziemlich gleich breit mit den Feldern zwischen ihnen. An besonders gut erhaltenen Exemplaren wurden etwa 30, an anderen 20 gezählt; doch ist zu bemerken, dass man kaum jemals die Anzahl genau bestimmen kann, sich daher bei der Unterscheidung der beiden Formen an die angegebenen Merkmale halten . Diese zweite Art ist wohl die Wengensis Giebel.