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Über den jetzigen Standpunkt der Kenntnisse von den Sedimentärformationen in Ost-Sibirien

Schmidt, Fr.

Kurzfassung

Es sind über diesen Gegenstand schon früher Zusammenstellungen gemacht worden, zuerst von A. Erman zu Anfang der vierziger Jahre und dann von Middendorff in seiner Uebersicht der Geologie Sibiriens im 4. Bande seines Reisewerkes (1860). Seitdem sind nun eine Menge Materialien hinzugekommen, die vorzugsweise auf den Reisen von Czekanowski, Lopatin und mir zusammengebracht worden sind. Meine eigenen Reisen brachten mich in den Jahren 1859 bis 1863 nach Transbaikalien, an den Amur und seine Nebenflüsse Buteja, Amgun und Ussuri, in das mandschurische Küstengebiet und auf die Insel Sachalin. Im Jahre 1866 hatte ich Gelegenheit auf meiner Mammuth-Expedition den unteren Jenissei und die angrenzenden Tundren zu untersuchen. Lopatin, damals Bergingenieur, jetzt Goldwäscher am Jenissei, hat in den verschiedensten Gebieten Ost-Sibiriens - am Amur, auf Sachalin und am Jenissei beobachtet und gesammelt. Seine Sammlungen sind grösstentheils in meinen Händen im mineralogischen Museum der Petersburger Akademie der Wissenschaften Czekanowski untersuchte in den Jahren 1868-1872 das Gouvernement Irkutsk, im Jahre 1873 ging er die untere Tunguska hinab bis zur Mündung in den Jenissei, 1874 ging er schon auf Winterwegen an die nämliche untere Tungugka, um von hier in das Quellgebiet des Olenek zu gelangen, den er dann zu Wasser hinabfuhr bis seiner Fahrt durch den eintretenden Eisgang Halt geboten wurde. Noch auf der Rückfahrt machte er im November bei Werchojansk schöne Beobachtungen. Jetzt ist er wiederum an die untere Lena und den unteren Olenek abgegangen, vorzugsweise um die Lagerstätte der schon von Middendorff mitgebrachten Ceratiten zu erkunden, über die er im vorigen Jahr noch im Unklaren geblieben war.