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Über seine neue Untersuchung der pontinischen Inseln, südwestlich von Gaeta

Dölter Y Cisterich, Cornelius

Kurzfassung

Er unterschied zwei Gruppen, von denen die westliche die Inseln Ponza, Palmarola und Zanoñe umfasst. Das älteste Gestein derselben ist eine trachytische Breccie mit Brocken von Sanidin-Trachyt, welche von Trachytgängen durchsetzt wird. Dieselben laufen radial von zwei Centren aus, deren eines der Hafen von Ponza bildet. Ein grosser Lavastrom besteht aus Sanidin-Plagioklas-Trachyt, mit Hornblende, Augit und Magnetit. Unter den Gangmassen zeichnen sich Rhyolithe mit Quarzkrystallen aus, deren Pechstein-Salbänder durch Schmelzung der Trachyt-Breccie entstanden sind. Das Zusammenvorkommen von Quarz und Tridymit wird dabei hervorgehoben. Palmarola zeigt Obsidian und Perlstein und besitzt viele Aehnlichkeit mit der Umgegend von Tokay in Ungarn. Zañone wird nur theilweise von einem Strome von Rhyolith gebildet, während der übrige Theil der Insel aus sedimentären Kalken und Thonen besteht, welche der Carbon- oder Silurformation anghören und auf einen Zusammenhang mit den Ligurischen Alpen und Calabrien hinweisen. Die östliche Gruppe Vandolena und S. Stefano ist der Insel Procida und den phlegräischen Feldern, theils auch den Tuffvulcanen des Albaner Gebirges verwandt, als Ueberrest eines der Pliocänzeit angehörenden Vulcans.