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Über Versuche welche über die Elasticität regulärer Krystalle nach verschiedenen Richtungen hin angestellt wurden

Groth

Kurzfassung

Die Versuche, welche Dr. Voigt in Königsberg auf Veranlassung von Neumann durch Bestimmung der Festigkeit in dieser Beziehung angestellt hat, sind mit grossen Schwierigkeiten verbunden. Derselbe stellte das Verhältniss zwischen Minimum und Maximum wie 1:1,22 fest. Die Fortpflanzung des Schalles in festen Körpern ist von deren Elasticität abhängig, und so bestimmte der Redner dieselbe durch Klangfiguren an Stäbchen von Steinsalz von 80 Mm. Länge und 2 Mm. Dicke und gelangte dabei zu dem Resultate, dass das Verhältniss zwischen Minimum und Maximum 1:1,19 sei. Die nahe Uebereinstimmung mit dem von Dr. Voigt auf einem gänzlich verschiedenen Wege gefundenen wurde besonders hervorgehoben und als ein Beweis für die der Wahrheit nahekommende Richtigkeit des Zahlenwerthes betrachtet. Der Unterschied zwischen dem Zustande regulärer Krystalle und amorpher Körper ist danach in die Augen fallend.